Der Faire Handel steht für gerechtere Handelsbeziehungen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und garantierte Mindestpreise. Diese verbessern die Lebensgrundlage von Kleinbauern und sichern ihre Existenz. Durch Fairen Handel mit dem internationalen Fairtrade-Zertifikat profitieren in 58 Ländern bereits und 1,6 Million Landwirte und Arbeiter mit ihren Familien. Neben der Verbesserung der Lebensverhältnisse werden Investitionen in Bildungs- und Sozialprogramme in Frauenförderung und Kleinkreditprogramme geleistet.
Der Faire Handel ist im Aufwind: die klassischen Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee und Schokolade behaupten sich auf dem Markt und viele neue – Kleidung, Blumen, Kosmetik, Holz – sind in den letzten Jahren dazu gekommen. Trotz Wirtschaftskrise wächst der Marktanteil fair gehandelter Produkte rasant. In Deutschland gewinnt der Faire Handel kontinuierlich an Bedeutung. Rund drei Millionen Kundinnen und Kunden kaufen jährlich in über 30.000 Geschäften und 800 Weltläden fair gehandelte Produkte ein.
Zahlen und Fakten
Aktuell verfügbare Zahlen von TransFair e.V. belegen, dass nahezu alle Produktgruppen des Fairen Handels jedes Jahr Absatzsteigerungen verzeichnen können, nicht nur im „klassischen Sortiment“ von Kaffee (14%), Fruchtsaft (80%) oder Süßwaren. 2008 kamen 50 neue Produkte auf den deutschen Markt. Zuwächse über 50% konnten die Produkte Kakao (51%), Zucker (91%), Trinkschokolade (51%) oder Wein (72%) erreichen. Fair gehandelte Rosen erzielten ein Umsatzplus von 138%.
„Der Faire Handel in Deutschland boomt, doch anderswo feiert er viel größere Erfolge“, zu dieser Erkenntnis kommt Dr. Jean-Marie Krier in seinem internationalen Vergleich. In Deutschland lag der Umsatz von Fairtrade-Produkten 2008 im internationalen Vergleich nur an 14. Stelle. Bezogen auf den Pro-Kopf-Umsatz kauften VerbraucherInnen in Deutschland für 2,59 Euro ein, in Großbritannien hingegen für 14,39 Euro.










